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Wenn die kreativen Säfte fliessen

 

Kreativität kommt in unserem durchorganisierten Alltag häufig zu kurz. Wir stehen morgens widerwillig auf, eilen zur Arbeit, sitzen stundenlang vor dem Bildschirm und schieben Verabredungen zwischen Feierabend und Schlafenszeit. Man arbeitet ja schließlich, um zu leben und nicht umgekehrt – also lebt man gefälligst auch.

 

Das ist anstrengend. Wir müssen gelegentlich die kreative Seite in uns anstochern, um als aufmerksamer, zufriedener und beseelter Mensch durchs Leben zu gehen. Kreativität kehrt unser wahres Wesen nach außen. Sie erleichtert nicht nur die Seelenlast, indem sie malträtierende Gedanken stoppt und frische Energiequellen entfacht, sondern ist auch wichtig für unser Gehirn.

 

Kreativität löst innere Blockaden auf

 

Kreativität lässt neue Ideen sprießen, lenkt unser Denken in ungewöhnliche Richtungen und zeigt uns Dinge, die bisher im Verborgenen geblieben sind. Ganz tief in uns begraben, unter all den Sorgen, Nöten und Plänen, die an der Oberfläche herumschwirren, liegt die kreative Energiequelle. Doch was bedeutet es eigentlich, kreativ zu sein? Der Psychologe Joy Paul Guilford spricht in diesem Zusammenhang von divergentem Denken: Man geht experimentierfreudig, offen und unsystematisch an ein Problem heran, wobei festgelegte Regeln oder Normen keine Rolle spielen. Neue Gedankenpfade entstehen, die Ideenlosigkeit schwindet dahin und innere Blockaden lösen sich auf. Das ist Kreativität in ihrer reinsten Form.

 

US-Psychologe Mihály Csíkszentmihályi hat festgestellt, dass eine solche Lösungsfindung zu einem „Flow-Erlebnis“ führt. Man geht in einer Beschäftigung vollkommen auf, vergisst die Zeit um sich herum und befindet sich in einem Schaffens- und Tätigkeitsrausch. Das Gefühl von Bewegung, Fluss, Gelingen und Erleichterung tritt ein. Achtung: Dieser Zustand wird nicht beim Fernsehen, Smartphone-Getippe oder während des Sonnenbadens erreicht, sondern bei intensiver geistiger Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema. Wo muss ich den nächsten Nadelstich setzen? Wie formuliere ich diesen Gedanken? Welche Farbe sollte ich hierfür verwenden? Die Fokussierung auf das Hier und Jetzt ist entscheidend, um in den „Flow“ einzutreten.

 

Experimente führen zu ungeahnten Möglichkeiten

 

So entstehen ergreifende Situationen und wunderschöne Ergebnisse. Ein Freund von mir ist leidenschaftlicher Fotograf. Man unterhält sich eine Weile darüber, was in den letzten Wochen geschehen ist und wie das Leben spielt – dann geht das Geknipse los. So entsteht ein Fotostudio aus improvisierten Leuchten und gestapelten, verrückten Möbeln. Es ist eine Kunst, sich aufeinander einzulassen und symbiotisch kreativ zu werden. Einfach die Dinge loszulassen und den Moment festzuhalten. Wenn etwas doch nicht funktioniert, probiert man etwas anderes aus und verändert eine feine Nuance. Die neue Perspektive erschließt sich nur durch die Unstimmigkeit des letzten Bildes. Fotografie ist Kreativität. Improvisation ist Kreativität. Ohne Experimente und Kurskorrekturen wäre man niemals zum nächsten Schritt gekommen, die Neuausrichtung führt zu neuen, ungeahnten Möglichkeiten. Wie im wahren Leben.

 

Andrea Bruchwitz

 

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