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Familiengründung: Das Ende der Sinnsuche?

 

 

In seiner Kindheit definiert man sein Glück nicht und ist weitestgehend zufrieden - ohne nach dem „Warum“ zu fragen. Als Kind ist man frei von zehrenden Gedanken und drängelnden Wünschen. Erst mit dem Schuleintritt wird uns nach und nach suggeriert, dass wir uns definieren müssen. Dann hangeln wir uns von einem oder mehreren Schulabschlüssen hinein ins Berufsleben. Dort finden einige Menschen „ihren“ Sinn, sind vorerst zufrieden und hören erst einmal auf zu denken. Andere suchen weiter.

 

Vor allem für Frauen besteht der Sinn mit zunehmendem Alter darin, eine Familie zu gründen. Mit der Geburt des ersten Kindes tauchen Frauen in eine neue Welt ein. Sie fühlen sich zwar stärker denn je, haben aber auch weniger Zeit für sich selbst und können weniger Reflektieren als zuvor. Ich bin nun seit einem Jahr Mutter, aber mein Kopf hat seitdem nie aufgehört, unaufhörlich nach dem Sinn zu fragen. Auch mit Kind bin ich weiterhin auf der Suche und musste dabei eines feststellen: Ein Kind bedeutet nicht das Ende der Sinnsuche. 

 

 

Viele Frauen vergessen sich selbst

 

Wer bin ich wirklich? Wo will ich hin? Und warum bin ich hier? Diese Fragen begleiten mich seit Jahren und im Moment befinde ich mich in einer Schwebephase. In den ersten Wochen mit einem Neugeborenen gibt man sich als Mensch fast völlig auf. Was zählt, ist das Kind. Dies ist ein völlig normaler Vorgang, aber man muss aufpassen, dass man in dieser Phase nicht steckenbleibt. Wir Menschen sind grandiose Ablenkungskünstler, flüchten uns lieber in Arbeit, Hobbys oder Süchte, damit wir nicht zu viel nachdenken müssen. 

 

Bekommt man ein Kind, liegt der Fokus darauf, es groß zu ziehen. Viele Frauen opfern sich hingebungsvoll auf, aber verlieren dabei sich selbst. Das möchte ich nicht tun: Es ist mir ein mahnendes Beispiel, dass Frauen, deren Kinder das Elternhaus verlassen, plötzlich in ein großes Loch fallen. Sie wissen nicht, wie es mit ihnen weitergeht, denn ihre Kinder waren ihr Lebenssinn.

 

 

 

 

Kinder sind gute Lehrer: Die Chance der Selbstreflexion

 

Wir bekommen keine Kinder, um dem Leben einen Sinn zu geben, sondern um die Welt durch ihre Augen neu zu entdecken. Durch unsere Kinder haben wir die Chance, auch uns selbst besser kennenzulernen. Man muss nur aufmerksam sein, achtsam in sich hinein hören und reflektieren. Mit Kind gerät man oft an seine Grenzen - wenn man diese schwierigen Situationen im Nachhinein noch einmal durchlebt und analysiert, findet man viel über sich selbst heraus. 

 

Das gilt auch für Situationen des Glücks: Was genau hat uns vor Glück weinen lassen? Was hat unser Herz berührt? Dabei sind unsere Kinder die besten Lehrer, denn Kinder sind echt. Sie tragen all ihre Emotionen ungefiltert nach außen. Wir als Erwachsene haben das verlernt, schlucken unsere Gefühle oft herunter, und so verlieren wir immer mehr den Draht zu uns selbst. Dies können wir mit Hilfe unserer Kinder ändern: Sie können uns näher zu uns selbst bringen. 

 

Wir sollten nicht auf „den“ Moment warten, in dem wir uns endlich selbst entdecken und plötzlich wissen, wer oder was wir wirklich sind. Es sind die kleinen Momente des Alltags, in denen wir uns selbst ein Stück näher kommen. Die Momente, in denen wir uns spiegeln, Gefühle reflektieren und herausfinden, was uns im Leben gut tut. Das ist das was ich für mich gelernt habe: Unsere Kinder sind nicht der Sinn unseres Lebens, aber sie können uns helfen, ihn zu finden.

 

 

Ein Beitrag unserer Gastautorin Miriam von How I Met My Momlife

 

 

 

Mehr dazu im MindfulMag: Warum Muttersein wahre Zeitlosigkeit lehrt

 

 

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