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Zeitmanagement: 2000 Jahre nach Seneca noch immer ein Dilemma

 

 

Der römische Philosoph Seneca begriff schon vor 2000 Jahren, dass unser Verhältnis zum Thema Zeit das Leben maßgeblich beeinflusst. Laut Seneca sei das Leben eigentlich lang genug, aber der falsche Gebrauch lasse es zu kurz erscheinen. Wer zu beschäftigt sei, verliere auf der Jagd nach der nächsten Befriedigung die Lebensfreude; wer hingegen träge und faul sei, lebe so, als sei er schon tot.  

 

Bereits vor 2000 Jahren - man rekonstruiere kurz in Gedanken, was die Menschheit zwischendurch alles mitgemacht hat - hat sich ein reflektierter Mensch intensiv mit dem Thema Zeit auseinandergesetzt. Es ist sonderbar, dass bis zum heutigen Tag niemand eine vernünftige Lösung gefunden hat. Durch alle Medien schlängeln sich Meinungen und Schriften dazu, wie man Zeit sparen kann, wie man sie einteilen, genießen, takten, totschlagen oder kontrollieren kann. Im Privatleben, im Büro oder in der Familie - alle reden von Zeitmanagement

 

Noch sonderbarer ist der folgende Gedanke: Zeit an sich ist eigentlich eine angenehme Größenordnung, weil sie immer eindeutig ist - auf dem Smartphone, auf der Küchenuhr, im Kalender. Alle verstehen das gleiche darunter und es gibt immer einen genauen Wert, der nicht angezweifelt werden muss. Zeit ist ein schweres, unumstößliches Grundgerüst, auf das man sich im Leben vollends verlassen kann. Sie rieselt immer weiter, ohne dass man einen Finger rühren muss.

 

Ist es nicht beruhigend, nach einem langen Arbeitstag die Worte zu sagen: „Ach, die Zeit verging jetzt aber schnell“ - auch, wenn man inmitten dieser Phase mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Uhr geschaut und sich innerlich gewunden hat. Ist es nicht erleichternd, zu sagen: „Ist das schon drei Jahre her?“, wenn jenes Ereignis unangenehm und traurig war. Die Zeit gibt zwar den Takt vor, aber wir kontrollieren ihre Wirkung auf unser Leben. Es wird nach tausenden von Jahren endlich Zeit, dass wir Frieden mit ihr schließen und unser Leben bewusster wahrnehmen.

 

Wenn du ein aufregendes, schnell fließendes Leben voller Sprünge und Windungen erleben möchtest - lebe es. Wenn du dir jeden Morgen fünfunddreißig Minuten für deinen ersten Tee nehmen möchtest - nehme sie dir. Es gibt sieben Milliarden richtige Wege, um eine gesunde Beziehung mit der Zeit zu führen.

 

Daher sollte man nicht anderen Menschen damit in den Ohren liegen, dass man zu wenig oder zu viel davon hat. Zeit ist höchst demokratisch verteilt, denn jedes menschliche Geschöpf hat 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Zudem rückt ein wichtiger Aspekt in den Hintergrund, nämlich das Leben an sich. Das Leben ist auch eine verlässliche Variable: 1. 

 

Andrea Bruchwitz

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