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Warum jeder Mensch, der in unser Leben tritt, uns etwas zeigt

 

 

 Ganz früh in meiner Jugend hörte ich einmal den Spruch „Menschen treten in dein Leben und verlassen es wieder.“ Damals war die Bedeutung noch nicht greifbar: Familienmitglieder waren allgegenwärtig, immer ins eigene Leben verwebt, und sie blieben scheinbar ein Leben lang. Kindheitsfreunde saßen jahrein, jahraus neben uns auf der Schulbank und blieben; Nachbarn, Bekannte und Freundeskreise zirkulierten vielleicht leicht um uns herum - aber sie blieben. 

 

Erst wenn man mit dem Studium beginnt, die erste lange Liebesbeziehung hinter sich lässt, neue Menschen kennenlernt und alte Gesichter aus dem Alltag verschwinden, bemerkt man es: Es gibt Lebensabschnitts-Begleiter, die in einer Periode alles überstrahlen und omnipräsent neben uns durchs Leben schreiten, und dann in der nächsten Periode ins Nichts verschwinden. Menschen treten in unser Leben und verlassen es wieder - das klingt ein wenig einschüchternd, kann Angst machen und bedeutet einen immensen Kontrollverlust über Menschen, die uns nahe stehen. 

 

Liebenswürdige Mitbewohner, verkuppelte Freunde von Freunden, erste Anlaufstellen in der neuen Stadt - sie alle können sich im eigenen Leben fest etablieren. Lustige Arbeitskollegen, neue Partner, zugezogene und wiedergewonnen Freunde, sie alle kommen, etablieren sich und gehen wieder. Das ist das ganze Leben so, bis auf die wenigen, wirklich wertvollen Juwelen, die man meist als „beste Freunde“ bezeichnet. In jene Kronjuwelen-Freunde investiert man langfristig. Das Investment sieht für Frauen- und Männerfreundschaften überraschend gleich aus: Whatsapp-Nachrichten, Anrufe, aufwändig organisierte und häufig länderüberschreitende Besuche, spontane Bilder oder eine Nachricht mit den Worten „Digga/Maus, ich vermiss’ dich“. 

 

Jede Begegnung ist eine wertvolle Lektion

 

Was können wir daraus lernen? Erstens, dass die wenigen Menschen, die uns langfristig durchs Leben begleiten, ein hochanspruchsvolles Auswahlverfahren hinter sich haben. Wenn wir sie behalten wollen, müssen wir uns weiterhin um sie bemühen. 

 

Zweitens, dass ein Mensch nicht weniger Bedeutung für uns haben muss, nur weil er nicht mehr wie ein Satellit um unseren Lebensmittelpunkt kreist. Zu jenem Zeitpunkt, als er da war und ganz nahe ans eigene „Ich“ herankam, hatte er eine nützliche Funktion. Wenn die Geschichte positiv ausgegangen ist, hat dieser Mensch unser Leben bereichert und viele Momente verschönert. Bei einer unpässlichen, schlechten oder traurigen Geschichte war er unser Lehrer. Er hat uns Dinge gezeigt, die wir ohne ihn niemals gesehen hätten. Jedes Missverständnis, jedes Ärgernis und jede Träne konfrontiert uns stärker mit dem eigenen Selbst - die immer wiederkehrende Lösung: Schüttel’ den Dreck ab, reiß' dich zusammen und gehe weiter. Jede unangenehme Begegnung gleicht einem Lehrer, ohne den wir eine starke Seite in uns, die nun vorhanden ist, niemals entwickelt hätten. Jeder Mensch zeigt uns etwas und bedeutet entweder eine liebevolle Bereicherung oder eine wichtige Lehre.

 

In diesem Sinne gibt es keine falsche Bewegung im Leben, solange wir bewusst agieren und in jeder Sekunde hellwach sind. Hinter der nächsten Ecke finden wir entweder unsere Kronjuwelen oder begegnen unserem Lehrmeister, der uns wertvolle Lektionen erteilt. 

 

Menschen treten in unser Leben und verlassen es wieder - das ist nicht nur vollkommen in Ordnung, sondern auch unabdingbar für die eigene Entwicklung. 

 

Andrea Bruchwitz

 

 

 

 

 

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