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Homeoffice und örtliche Flexibilität – der mobile Arbeitsplatz der Zukunft

 

In der heutigen Zeit ist es keine Seltenheit mehr, wenn Menschen von überall aus arbeiten. Mein Partner ist selbstständig, also ein Paradebeispiel der globalisierten Welt. Als leidenschaftlicher Workaholic klappt er seinen Laptop während des Fluges nach Italien ebenso selbstverständlich auf, wie er Meetings zwischen Singapur und Kuala Lumpur leitet – aus Deutschland.

 

Ich verlege mein "Homeoffice" gelegentlich nach Kuala Lumpur und sehe in meinem Instagram-Feed freischaffende Journalisten, Fotografen oder Lebenskünstler, die dort arbeiten, wo es ihnen gerade passt. La dolce vita! In unserer Generation verflüchtigt sich der feste Arbeitsplatz zunehmend: Wenn man gerade bei der Arbeit ist, heißt das in einer globalisierten Welt nicht unbedingt, dass man im selben Büro wie am Vortag sitzt.

 

Die Grenzen der physischen Präsenz verwischen

 

Besonders in der IT-Branche ist das Homeoffice eine beliebte Option, um Mitarbeiter stärker ans Unternehmen zu binden. Besprechungen finden ohnehin per Videokonferenz statt, damit die Teams aus den anderen Ländern dabei sind. Ja, der Großteil der Kommunikation läuft per Communicator ab – obwohl meine Kollegen in ganz Europa verstreut sind, kenne ich sie aus täglichen E-Smalltalks besser als meine eigenen Nachbarn. Die logische Schlussfolgerung: Wenn alle Grenzen der physischen Präsenz ohnehin langsam verwischen, kann der Mitarbeiter ebenso von zuhause aus arbeiten.  

 

Laut Schätzungen des amerikanischen Marktforschungsspezialisten IDC werden im Jahr 2020 etwa 105 Millionen US-Amerikaner kein festes Büro mehr haben, sondern in einer flexiblen Struktur arbeiten. Wie definiert man dann noch den eigenen Arbeitsplatz? Ist der Arbeitsplatz ein Firmengebäude, der eigene Schreibtisch oder bloß noch der Ort, an dem der Laptop steht? Achtung: Wenn man seinen Arbeitsplatz immer mit sich herumträgt, kann die anfängliche Flexibilität für Stress und Unbehagen sorgen. Die Tür lässt sich nicht mehr schließen, die ritualhafte Markierung des Feierabends entfällt. Man trägt anstehende Aufgaben ständig mit sich herum und beantwortet die letzten Emails schlimmstenfalls nach Mitternacht. Im Falle von fehlender Selbstorganisation ist Flexibilität also kein Bonus, sondern die erste Stufe auf dem Weg zum allseits gefürchteten Burnout-Syndrom.

 

Der Mitarbeiter entscheidet, wann genug ist

 

Es liegt also am Mitarbeiter, die eigenen Grenzen zu kennen, sein Privatleben nicht zu vernachlässigen und bei aufkommender Erschöpfung mit der Arbeit aufzuhören. Wenn dies gelingt, profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen: Eine Studie der American Sociological Review hat ergeben, dass Mitarbeiter in flexiblen Arbeitsstrukturen zufriedener mit ihrem Beruf sind und seltener am Burnout-Syndrom erkranken, als ihre Kollegen in traditionellen Strukturen. Natürlich muss beiderseitiges Vertrauen und eine Möglichkeit der Erfolgskontrolle bestehen, damit das Modell funktioniert. Jeder Mitarbeiter ist selbst dafür verantwortlich, die Arbeit in der vorgegebenen Zeit zu schaffen und abends niederzulegen.

 

Fazit: Der Mitarbeiter muss die räumliche Komponente, welche ein physischer Schreibtisch oder eine Cloud auf dem Smartphone sein kann, zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt verlassen. Denn wenn nervöse Gedanken spätabends noch um die Arbeit kreisen, ist kein Mensch glücklicher oder produktiver. Ohne die Kontrolle der eigenen Gedanken wird auch der flexibelste Beruf zu einer 24-Stunden-Knechtschaft. Die Kunst liegt, wie in so vielen Bereichen des Lebens, in durchdachter Organisation sowie im bewussten Loslassen, Zurücklehnen und Abschalten.

 

Andrea Bruchwitz

 

Quelle: https://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS25705415

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