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Neue Studie: Streitverhalten von Paaren beeinflusst die Gesundheit

Spätestens nach einigen Monaten gelangt man in jeder Beziehung an einen unangenehmen Punkt. Der hochgelobte Partner reagiert zum ersten Mal "falsch". Oder er reagiert gar nicht. Noch schlimmer: Er hat schlichtweg keine Ahnung von dem, was er sagt. Dann platzt es heraus. Man lässt seiner Gedankenflut freien Lauf, löst dadurch das erste Gezanke aus und plötzlich ist er da, der erste große Streit. Meinungsverschiedenheiten können auf allen Ebenen stattfinden und reichen von der bekannten Zahnpastatube bis zum donnernden, tellerschmetternden Totalausfall.

 

Doch man belästigt bei hochkochenden Emotionen und lautem Geschreie nicht nur die Nachbarn, sondern gefährdet auch die eigene Gesundheit. Psychologen der UC Berkeley und Northwestern University haben über 20 Jahre hinweg Ehepaare begleitet und herausgefunden, dass das Streitverhalten unser Wohlbefinden im Alter maßgeblich beeinflusst.

 

Nachgewiesene Folgen von emotionaler Abschottung und Wutanfällen

 

Die Teilnehmer der Studie, die mittlerweile zwischen 60 und 90 Jahren alt sind, wurden im Intervall von fünf Jahren beim Streiten beobachtet und anhand von Mimik, Gestik und Stimmlage analysiert. Das Ergebnis: Menschen, die sich emotional "abschotten" und die Bedürfnisse des Partners ignorieren, leiden im Alter vermehrt unter steifen Muskeln, Verspannungen und starken Rückenproblemen. Wer hingegen häufig zu Wutanfällen neigt und seinem Ärger lautstark Ausdruck verleiht, muss mit Bluthochdruck und kardiovaskulären Problemen rechnen – das Herz- und Gefäßsystem arbeitet also nicht mehr richtig. Während der Studie wurden Faktoren wie Alter, Bildung, körperliche Fitness sowie Alkohol- und Zigarettengenuss miteinbezogen.

 

Sinnloses Geschreie oder ignorantes Augenbrauenkräuseln bringen also niemanden weiter, weder in einer Liebesbeziehung, noch in der eigenen gesundheitlichen Entwicklung. Das goldene Mittelmaß gilt: Man sollte seine Gefühle äußern und aufkommende Gedanken klar aussprechen, aber nicht keifend aufeinander losgehen. Wenn man beleidigt auf seinen Partner herabschaut, wird man ihn womöglich wegen fehlender Kommunikationsfähigkeit verlieren und im Alter auch noch unter Rückenbeschwerden leiden – keine guten Aussichten.

 

Die gleiche Streitkultur ist entscheidend

 

Natürlich hat jede Beziehung ihre eigene Streitkultur. Während einige Paare die regelmäßige Reibung brauchen, um Druck abzulassen und anschließend erleichtert übereinander herzufallen, streiten andere lieber still, strukturiert und zielfokussiert. Dabei liegt die Kunst weniger darin, das „perfekte Streitverhalten“ herauszufinden, sondern vielmehr in der Wahl des richtigen Partners. Und dieser Partner sollte die gleiche Streitkultur wie man selbst vertreten, oder zumindest eine sehr ähnliche.

 

Ein harmoniebedürftiger Romantiker würde sich genervt in die hinterste Ecke verziehen, wenn vor ihm eine tellerschmetternde Vollblutfrau steht – sie wiederum würde ihn verständnislos anschauen, die fehlende Gegenreaktion als Desinteresse interpretieren und ihn schließlich als „Langweiler“ abservieren. Fazit: Beim Streiten in der Liebesbeziehung gilt: "Gleich und gleich gesellt sich gern." Wenn dabei auch noch eine moderate Lautstärke herrscht und beide sich ausführlich äußern können, währt die Verbindung womöglich sogar bis ins hohe Alter.

 

Andrea Bruchwitz

 

Quelle: http://news.berkeley.edu/2016/05/24/anger-to-heart-disease/

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