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Gelungener Abgang, saubere Übergabe: Kündigen mit Stil

 

Die Luft ist raus, die Lernkurve geht gegen null oder es kam schlichtweg ein besseres Angebot rein – es gibt viele Gründe, um zu kündigen. Damit der Abschied vom Arbeitgeber positiv und ohne Zwischenfälle verläuft, gibt es hier wertvolle Tipps.

 

Das persönliche Gespräch suchen

 

Obwohl die Kündigung schriftlich eingereicht wird, solltest du immer vorher ein persönliches Gespräch initiieren. Ein halbstündiges Meeting mit dem Betreff „Arbeitsverhältnis“ bereitet deinen Chef darauf vor, dass du eventuell neue berufliche Wege einschlagen möchtest. Das Gespräch sollte mit der klaren Aussage beginnen, dass du dich beruflich weiterentwickeln möchtest und daher zum Monatsende kündigst. Nenne anschließend die wichtigsten Gründe, ohne (!) dabei persönlich zu werden.

 

Schuldzuweisungen an bestimmte Abteilungen oder Mitarbeiter sind hier fehl am Platz, ebenso wie das Ausdiskutieren von Problemen, die seit Monaten unlösbar sind. Es ist deine letzte große Rede – bleibe neutral, höflich und empathisch.

 

Ein ausgewogenes Feedback geben

 

Wenn du deine Beweggründe erläuterst, solltest du hervorheben, dass die neue Ausrichtung der Firma / die Programmiersprache / das lästige Toolsystem einfach nicht mehr zu dir persönlich passen. Betone dabei, dass diese Aspekte nicht generell falsch sind, sondern einfach nicht mehr zu deiner persönlichen Entwicklung und Arbeitsweise passen. So nennst du deine wichtigsten Punkte, ohne den Chef oder die Firma zu beleidigen. Zudem solltest du im gleichen Atemzug die positiven Aspekte nennen, die du vermissen wirst: Du findest es schade wegen des tollen Teams und der guten Zusammenarbeit? Raus damit!

 

Die letzten Wochen brillieren

 

Nur weil die Kündigung nun allgemein bekannt ist, sollte die Arbeit nicht darunter leiden. Im Gegenteil: In den letzten Wochen solltest du dich noch einmal von deiner besten Seite zeigen, alle Aufgaben mit Bravour erledigen und strikt nach Zeitplan arbeiten. Dies wirkt sich positiv auf das Zeugnis aus und bleibt dem Chef für künftige Empfehlungsanfragen im Kopf. Sollte das Zeugnis dich nicht zufriedenstellen, bespreche mit deinem Chef die jeweiligen Textpassagen und mache konkrete Vorschläge zur Verbesserung.

 

Eine saubere Übergabe machen

 

Du hast in deinem Job viele Dinge vorangetrieben, verbessert und effizienter gemacht – übergebe deine „Babys“ gut dokumentiert deinem Nachfolger, damit sie weiter wachsen und gedeihen. Wenn der Arbeitsplatzwechsel mit Wut und Enttäuschung einhergeht, schlucke dies vor deiner Nachbesetzung runter, setze ein Lächeln auf und spreche deine Glückwünsche aus. So wächst das berufliche Netzwerk und du bleibst in guter Erinnerung. Plus: Eine Abschiedsemail mit privaten Kontaktdaten sowie den Links zu Xing und LinkedIn sorgt für weitere wertvolle Kontakte. Man sieht sich immer zweimal im Leben!

 

 

Andrea Bruchwitz

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