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Der fehlende Funke beim E-Dating

 

Im Jahr 2016 gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um seinen Traumpartner zu finden. Laut einer Studie des Oxford Internet Institute lernt sich jedes dritte Paar im Internet kennen, dabei steht Deutschland im europäischen Vergleich ganz oben.

 

Doch hier ist Vorsicht geboten: In einer Welt, in der man Menschen mit einem Klick nach Alter, Größe, Augenfarbe, Haarfarbe, Sternzeichen und Beruf sortiert, wachsen die Ansprüche ins Unermessliche. Wie soll man wissen, ob es „funken“ kann, bevor man sich nicht in die Augen geschaut, den Körpergeruch eingeatmet, den ersten persönlichen Eindruck wahrgenommen hat?

 

Das gleiche Problem besteht bei der populären Dating-App Tinder: Gesichter werden im Eilverfahren weggewischt, während die attraktiven, meist inszenierten und bearbeiteten Bilder im Rennen bleiben. Das Prinzip verheißt den schnellen Traumpartner, doch es mündet häufig in Sinnlosigkeit und Leere. Der einzig logische Ausweg besteht darin, sich möglichst schnell persönlich zu verabreden, um überhaupt einen Eindruck von Aura, Charisma und Körperlichkeit der Person zu erhalten.

 

Die eigenen Vorstellungen entsprechen nicht dem realen Partner

 

Also: Je schneller das erste persönliche Treffen stattfindet, desto ehrlicher verläuft der Kommunikationsprozess. Wir können Whatsapp-Nachrichten und Emails feinsäuberlich strukturieren und fehlerlesen, eine persönliche Meinungsäußerung aber wird in Echtzeit gesprochen und kann nicht per Mausklick wieder gelöscht werden. Wir bewegen uns auf der Zeitachse beim persönlichen Dating nach rechts, es gibt also kein Zurück mehr. Darin besteht das große Potential, ein rares Gut vom Gegenüber zu erfahren: Authentizität.

 

Eine Speed-Dating-Studie hat zudem gezeigt, dass man sich häufig zu Menschen hingezogen fühlt, die gar nicht den Vorstellungen vom eigenen Traumpartner entsprechen. Ein Teilnehmer der Studie, der „Ambition“ als wichtigste Eigenschaft angab, traf sich schließlich mit einem Dating-Partner, der nur halbtags arbeitete, ihn aber extrem häufig zum Lachen brachte. Eine Frau mit der Präferenz „groß, dunkelhäutig und gutaussehend“ verabredete sich schließlich mit einem eher kleingewachsenen, blonden Mann.

 

Auf das Bauchgefühl hören

 

Wir wissen häufig selbst nicht, was wir wollen. Die äußeren Raster, die uns beim Online-Dating so verlockend erscheinen, sagen nichts über das Wesen eines Menschen aus. Beim persönlichen Treffen kann das Wunder hingegen passieren, entweder trifft es uns plötzlich wie der Blitz oder schleicht sich mit zunehmender Zeit ein. Ein subtiles, warmes Gefühl signalisiert, dass wir unser Gegenüber anfassen wollen, mehr über ihn oder sie erfahren müssen, eine wichtige Frage haben, uns von unserer besten Seite präsentieren wollen. Irgendetwas fängt an zu brennen, das wir bis gerade eben vergessen hatten – das ist körperliche Chemie, die kein Computer kontrollieren kann.

 

Andrea Bruchwitz

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